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3. Mastering
Der Begriff Mastering hat zwei Bedeutungen:
1. Als "kreatives" Mastering bezeichnet man die Bearbeitung einer 2-Spur-Mischung mit speziellen Prozessoren. Hier werden ggfs. EQ, Dynamics, Stereobreite, spektrale Zusammensetzung und vor allem der Endpegel der rohen Songmischungen für die endgültige CD optimiert. Der rohe Summenmix bekommt hier erst den richtigen Schliff.
Die Eingriffsmöglichkeiten bzw. die Auswirkungen des kreativen Masterings auf einen Rohmix sind bisweilen enorm und lassen sich anhand des Rohmixes oft gar nicht ermessen. Kaum ein Kunde kann sich vorstellen, wie ein gerade laufender Rohmix denn wohl fertig gemastert klingen wird.
Um dem Kunden eine klare Vorstellung davon zu geben, wie ein Song tatsächlich am Ende klingt, werden bei AudioWorld Mixdown und Mastering gleichzeitig durchgeführt. Ein Rechner empfängt dabei den Summenausgang des Hauptmischers mit dem Rohmix in hoher digitaler Auflösung und leitet ihn in Echtzeit durch eine individuell zusammengestellte Kette von Mastering-PlugIns. Das fertig gemasterte Signal kann dann jederzeit per A/B-Vergleich mit dem ungemasterten Mix verglichen werden.
Nur so hat der Kunde tatsächlich eine konkrete Vorstellung von den weitreichenden Auswirkungen des Masterings auf den Rohmix und man hat jederzeit die Möglichkeit, in sämtliche Mischeinstellungen der Einzelspuren einzugreifen, wenn es das Mastering erfordert. Dies ist bei der sonst üblichen Vorgehensweise einer Bearbeitung der fertigen Mischung in einem externen Masteringstudio nicht möglich. Stellt sich dort heraus, daß Änderungen am Mix notwendig sind, ist der Aufwand zur Erstellung einer neuen Mischung ungleich höher.
Das gleichzeitige Mischen und Mastern sorgt also für nachvollziehbare Ergebnisse und spart außerdem mehrere Arbeitsgänge und damit viel Zeit. Eleganterweise kann man während des Masterings selbstverständlich auch A/B-Vergleiche mit geeigneten Referenzsongs machen, um Unterschiede anzugleichen.
2. Das "technische" Mastering schließt sich an das kreative Mastering an und beschreibt den Vorgang, bei dem die fix und fertig bearbeiteten Stereofiles aller Stücke mittels geeigneter Software in das vorgeschriebene Format für die endgültige Audio-CD gebracht werden. Hierbei werden u.a. die Positionen der Track- und Pausenmarkierungen für den CD-Player festgelegt sowie sämtliche Signalpausen sauber ein- und ausgefadet.
Letzter Arbeitsschritt ist das Brennen eines Audio-CD-Masters.
[1. Aufnahme] [2. Mixdown]