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1. Aufnahmephase
Beispiel: Eine Band will ihre 8 gut eingeübten Eigenkompositionen aufnehmen.
Die Instrumentierung besteht aus Schlagzeug (benötigt i.d.R. 8 Audiospuren), E-Bass (1), 2 E-Gitarren (je 1), Saxophon (1), Keyboard (0, da per MIDI im PC aufgenommen), Lead-Vocal (2) und 4 Backing-Vocals (2). Insgesamt werden hier also 16 Spuren des Festplattenrecorders benötigt.
Ein typischer Spuren-Belegungsplan (Track-Sheet)
Zunächst werden für alle Songs die Tempi inkl. etwaiger Tempiwechsel festgelegt. Als Einspielhilfe/Metronom wird eine Keyboard-Drumspur dienen, welche insbesondere der Drummer zur Orientierung auf seinen Kopfhörer gelegt bekommt. Nun können die Rhythmusspuren bestehend aus Drums, Bass und Rhythmusgitarre eingespielt werden, und zwar "live", d.h. die drei Musiker spielen jeder in einem eigenen Raum - akustisch getrennt - und doch gemeinsam.
Sind alle Rhythmusspuren perfekt, spielt der Keyboarder seine Parts dazu ein. Hierfür werden keine Audiospuren benötigt, vielmehr werden die Tastenanschläge des Keyboards als MIDI-Daten auf dem PC aufgezeichnet. Der große Vorteil besteht darin, daß Spielfehler sehr einfach am Computer korrigiert werden können. Außerdem kann man bei MIDI-Spuren auch noch nach der Aufnahme jederzeit bestimmen, mit welchem Klang diese abgespielt werden sollen.
Als nächstes spielt der Saxophonist seine Spur ein.
Nun wird er Lead-Gesang aufgenommen. Zusätzlich zur ersten Gesangsspur wird auf einer weiteren Spur zusätzlich ein zweiter Durchgang eingesungen (Dopplung). Leise zur ersten Spur hinzugemischt ergibt sich ein sehr prägnanter Sound der Stimme.
Zwei Bandmitglieder singen schließlich gemeinsam in zwei Durchgängen die beiden Backingspuren ein (im Ergebnis sind vier Stimmen zu hören).
[2. Mixdown] [3. Mastering]